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Schmiedeteile im Alltag

vor 1 Tag
4 Min. Lesezeit

Wo Schmiedeteile aus Stahl und Aluminium eingesetzt werden


Morgens fahren wir zur Arbeit. Unterwegs überqueren wir eine Brücke, am Straßenrand arbeitet ein Traktor und vor einem Lager entlädt ein Gabelstapler einen Lkw. Wir sehen Fahrzeuge, Bauwerke und Lasten. Die kleinen Metallteile, die Baugruppen verbinden und Kräfte übertragen, bemerken wir meist nicht.


Darunter sind auch Schmiedeteile. Manche verbergen sich im Antrieb, andere verbinden Konstruktionselemente oder gehören zu einer Arbeitsmaschine. Ihre Aufgabe zeigt sich unter Belastung: wenn eine Verbindung halten, ein Mechanismus Bewegung übertragen oder ein Bauteil denselben Hub immer wieder ausführen muss.


Wo werden Schmiedeteile eingesetzt?


Schmiedeteile sind Metallbauteile, die durch Druck oder Schläge geformt werden. Stahl- und Aluminiumschmiedeteile kommen in Fahrzeugen, im Maschinenbau, in Hebesystemen, Landmaschinen und konstruktiven Baugruppen zum Einsatz. Häufig dienen sie als Verbindungs-, Antriebs- oder Tragkomponenten. Werkstoff und Ausführung richten sich nach der Aufgabe des Bauteils.


Illustratives gebogenes Metallschmiedeteil mit Verstärkungsrippen
Illustratives Schmiedeteil mit geringfügig angepasster Geometrie.

Im Fahrzeug übertragen sie Bewegung und Lasten


Beim Lenken oder Beschleunigen bewegt sich eine ganze Kette mechanischer Bauteile. Typische Anwendungen von Schmiedeteilen im Fahrzeugbau sind Teile von Lenkungs- und Antriebsbaugruppen, Wellen sowie geschmiedete Rohlinge für Zahnräder. Zur Fertigstellung können Wärmebehandlung und mechanische Bearbeitung erforderlich sein.


Solche Teile erfahren wiederkehrende Belastungen und teilweise auch Stöße. Werkstoff, Geometrie, Fertigungsverfahren und Prüfung müssen deshalb gemeinsam festgelegt werden. Auch bei Kleinserien oder speziellen Mobilitätsprojekten beginnt die Arbeit mit der Frage, was das Bauteil im Betrieb leisten muss.


An einer Brücke kann auch eine kleine Verbindung entscheidend sein


Eine Brücke betrachten wir meist als Ganzes. Ihre Funktion hängt jedoch auch von vielen weniger sichtbaren Verbindungen ab. Geschmiedete Verbindungselemente, Bolzen und andere Konstruktionsteile sind mögliche Lösungen, sofern die Planung sie vorsieht.


Bei einer Verbindung zählt mehr als die äußere Form. Der Konstrukteur muss Belastungen, Einbausituation und Einsatzumgebung kennen. Daraus folgen Anforderungen an Werkstoff, Maße, Oberflächenschutz und Qualitätsnachweise. Konstruktionssysteme, Straßen und Brücken gehören zu den Anwendungsbereichen des Fertigungsprogramms von Extra Forge.


Im Lager und in der Werkstatt helfen sie, Kräfte zu übertragen


Ein Gabelstapler hebt eine Palette, eine Hebeeinrichtung bewegt eine Last und ein Spannmechanismus hält ein Werkstück fest. In solchen Anlagen können Schmiedeteile als Verbindungs-, Spann- oder andere kraftübertragende Komponenten dienen.


Die Tragfähigkeit ergibt sich aus der Auslegung der gesamten Baugruppe und den nachgewiesenen Produkteigenschaften. Allein die Tatsache, dass ein Teil geschmiedet ist, bestimmt sie nicht. Für die Lieferung sind daher der vereinbarte Werkstoff, der Lieferzustand, kritische Maße, Prüfungen und Rückverfolgbarkeit wesentlich.


Illustrativer geschmiedeter Halter mit Verstärkungsrippen und rundem Auge
Illustratives Schmiedeteil mit geringfügig angepasster Geometrie.

Illustratives geschmiedetes Verbindungsteil mit zwei runden Öffnungen
Illustratives Schmiedeteil mit geringfügig angepasster Geometrie.

Auf dem Feld arbeiten sie unter Stößen und wechselnden Lasten


Landmaschinen arbeiten selten unter gleichmäßigen Bedingungen. Der Boden verändert sich, Anbaugeräte treffen auf Widerstand und Antriebsteile übertragen wechselnde Kräfte. Schmiedeteile werden hier beispielsweise für Hebel, Verbindungsteile und Antriebskomponenten eingesetzt.


Bei der Auswahl von Stahl und Bearbeitungsschritten prüfen wir, ob Verschleiß, Zähigkeit, Ermüdung oder eine Kombination dieser Anforderungen im Vordergrund steht. Eine geeignete Lösung beginnt beim Einsatzfall. Gleich geformte Teile können für unterschiedliche Aufgaben andere Werkstoffe oder Lieferzustände benötigen.


Bei leichten Konstruktionen rückt Aluminium in den Fokus


Nicht jedes Schmiedeteil besteht aus Stahl. Wenn eine geringe Masse wichtig ist, können Aluminiumschmiedeteile geeignet sein. Sie finden sich in Mobilitätsprojekten, im Maschinenbau sowie in Montage- und Beschattungssystemen, etwa als Halter und mechanische Verbindungen.


Bei Aluminium müssen Legierung und Werkstoffzustand zu Geometrie, Belastung und Oberflächenschutz passen. Extra Forge schmiedet die Legierungen 6082, 7075, 2014 und 2017. Die Auswahl für das jeweilige Produkt stimmen wir mit den Zeichnungsanforderungen und dem vorgesehenen Einsatz ab.



In Prozessanlagen zählt auch die Beständigkeit gegenüber der Umgebung


Ein Ventil, Anschluss- oder Verbindungsteil einer Prozessanlage kann Feuchtigkeit, Reinigungsmitteln oder anderen Betriebsmedien ausgesetzt sein. Neben den mechanischen Eigenschaften ist deshalb auch die Korrosionsbeständigkeit wichtig.


Hier kommen unter anderem Edelstahlschmiedeteile infrage. Unser Programm umfasst die Stähle 1.4301 und 1.4571. Ihre Eignung hängt vom Medium, der Temperatur und den Produktanforderungen ab. Die Unterschiede erläutern wir im Artikel zur Auswahl von Edelstahl für das Schmieden.



Warum das Herstellungsverfahren wichtig ist


Beim Gesenkschmieden wird der Werkstoff durch Druck oder Schläge im Werkzeug umgeformt. Beim Warmschmieden wird er zuvor erwärmt, bleibt während der Umformung jedoch fest. Seine Form entsteht durch den Werkstofffluss im Gesenk.


Ein passend ausgelegter Schmiedeprozess kann einen günstigen Faserverlauf erzeugen und die geforderten mechanischen Eigenschaften unterstützen. Das Ergebnis hängt ebenso von Werkstoff, Geometrie, Wärmebehandlung und Endbearbeitung ab. Die Zeichnungsprüfung ist deshalb ein wichtiger Teil der Vorbereitung jedes neuen Schmiedeteils.



Aus Maribor in unterschiedlichste technische Baugruppen


Extra Forge fertigt in Maribor, Slowenien, Stahl- und Aluminiumschmiedeteile nach Kundenzeichnungen in kleinen und mittleren Serien. Unser Programm umfasst Stahlschmiedeteile bis 4 kg Nettogewicht und Aluminiumschmiedeteile bis 3 kg Nettogewicht.


Für jedes Projekt stimmen wir Werkzeug, Schmieden und die erforderliche Weiterbearbeitung ab. Wärmebehandlung, mechanische Bearbeitung und Oberflächenschutz können zum vereinbarten Lieferumfang gehören, auch in Zusammenarbeit mit qualifizierten Partnern. So lässt sich der gewünschte Lieferzustand bereits bei der Anfrage festlegen.




Häufige Fragen zu Schmiedeteilen


Was ist ein Schmiedeteil?


Ein Schmiedeteil ist ein metallisches Produkt oder Halbzeug, das durch Umformen mit Druck oder Schlägen entsteht. Beim Gesenkschmieden bestimmt das Werkzeug beziehungsweise Gesenk die Form.


Bestehen Schmiedeteile immer aus Stahl?


Nein. Auch Aluminiumschmiedeteile sind verbreitet. Die Werkstoffwahl richtet sich nach Belastung, Masse, Einsatzumgebung und erforderlicher Endbearbeitung.


Ist ein Schmiedeteil bereits ein fertiges Produkt?


Es kann ein fertiges Produkt oder ein Halbzeug für die Weiterbearbeitung sein. Ob mechanische Bearbeitung, Wärmebehandlung oder Oberflächenschutz nötig sind, hängt von der Zeichnung und dem vereinbarten Lieferzustand ab.


Wo wird Ihr nächstes Schmiedeteil eingesetzt?


Senden Sie uns eine Zeichnung oder ein 3D-Modell, Werkstoff, Stückzahl und eine kurze Beschreibung des Einsatzes. Ergänzen Sie kritische Maße, Belastungen sowie Anforderungen an Bearbeitung und Prüfung. Gemeinsam prüfen wir die schmiedetechnische Machbarkeit und erstellen ein Angebot für Ihr Projekt.




Quellen zu den allgemeinen Anwendungsbeispielen





 
 
 

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EXTRA FORGE doo Perhavčeva Street 21, 2000 Maribor, Slovenia

386 (0)41 355 682

Die Investition wurde für eine Kofinanzierung im Rahmen der öffentlichen Ausschreibung „Förderung der digitalen Transformation von KMU (P4D 2025)“ ausgewählt. Die Operation wird teilweise von der Europäischen Union aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung sowie aus dem Haushalt der Republik Slowenien finanziert. Das Vorhaben heißt „Digitalisierung der Geschäfts- und Produktionsprozesse von Extra Forge d.o.o.“ und fokussiert Industrie 4.0, den Ausbau digitaler Kompetenzen der Mitarbeitenden, Cybersicherheit, Kundenerlebnis, Datenstrategie und digitale Geschäftsmodelle. Ziel ist die digitale Transformation von Extra Forge d.o.o. durch die Neugestaltung der Website, den Aufbau eines Kundenportals, den Ausbau der Serverinfrastruktur, eine Softwarelösung für Einkauf und Lagerverwaltung, Backup-Software, Software für digitale Arbeitsaufträge, QR-Scanner für Lager und Produktion, Sensoren zur Datenerfassung aus der Produktion, einen 3D-Scanner für die Qualitätskontrolle, den Ausbau digitaler Kompetenzen der Mitarbeitenden und die Verbesserung der Cybersicherheit. Durch das Projekt optimiert Extra Forge d.o.o. seine Geschäfts- und Produktionsprozesse, steigert die Wertschöpfung pro Mitarbeitenden und stärkt seine Wettbewerbsfähigkeit. Die Projektlaufzeit ist vom 01. April 2025 bis 20. Februar 2026. Der Gesamtwert des Projekts beträgt EUR 210.460,82. Die EU-Kofinanzierung beträgt EUR 100.000,00. Die Investition wird von der Republik Slowenien und der Europäischen Union kofinanziert. https://evropskasredstva.si/

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Im Rahmen der Ausschreibung P2 erhielt das Unternehmen Fördermittel in Höhe von EUR 54.000,00 zur Umsetzung eines Projekts zur Entwicklung einer innovativen Dienstleistung: Hybrid-Tiefhohl-Schmieden (Klein- bis Mittelserien) von Stahl- und Aluminiumbauteilen. Damit wurde die Einführung des innovativen Unternehmens Extra Forge d.o.o. unterstützt. Im Projekt wurden die ersten Werkzeuge für Kunden gefertigt und die ersten Schmiedeteile an Kunden im Ausland geliefert. Während der Projektlaufzeit erhöhte das Unternehmen die Mitarbeiterzahl mithilfe von EU- und slowenischen Fördermitteln von 1 auf 13. Die Mittel wurden vor allem für die Entwicklung einer funktionsfähigen Lösung durch Forschung und Entwicklung sowie für den Start der Kommerzialisierung eingesetzt. Die Investition wird von der Republik Slowenien und der Europäischen Union aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung kofinanziert. https://www.eu-skladi.si/

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