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Stahl und Aluminium schmieden: vom Rundmaterial zum Schmiedeteil, zu Toleranzen und Werkzeugkosten

vor 10 Stunden
2 Min. Lesezeit

Wie entsteht ein Schmiedeteil nach Zeichnung, und was beeinflusst seine Herstellung? Beim Gesenkschmieden von Stahl und Aluminium wird ein Stangenabschnitt erwärmt und im Werkzeug umgeformt. Werkstoff, Toleranzen, Bearbeitungszugaben und Stückzahlen müssen bereits im Vorfeld abgestimmt werden.


Bei Extra Forge in Maribor, Slowenien, beschäftigen wir uns damit bei der Vorbereitung kundenspezifischer Schmiedeteile. Hier erläutern wir den Ablauf und nennen konkrete Richtwerte aus unserer Fertigungspraxis.


Vom Rundmaterial zum Schmiedeteil


In unserer üblichen Fertigung verwenden wir folgende Durchmesser des Ausgangsmaterials:


Werkstoff

Üblicher Stangendurchmesser

Stahl

Ø 18–65 mm

Aluminium

Ø 25–60 mm


Diese Bereiche hängen auch mit unseren Anlagen zur induktiven Erwärmung zusammen. Sie beziehen sich auf das Ausgangsmaterial, nicht auf die Abmessungen des fertigen Schmiedeteils.


Das Rundmaterial wird auf eine Länge zugeschnitten, die sich aus dem erforderlichen Materialvolumen ergibt. Bauteilgeometrie, Bearbeitungszugaben und im Prozess entfernter Werkstoff werden berücksichtigt.


Der Abschnitt wird induktiv auf eine für den gewählten Stahl beziehungsweise die Aluminiumlegierung geeignete Temperatur erwärmt und anschließend im formgebenden Gesenk geschmiedet.


Danach wird der Grat beziehungsweise überschüssige Werkstoff entlang der Gesenkteilung im Abgratwerkzeug entfernt. Es folgt die Oberflächenreinigung, beispielsweise durch Strahlen. Wärmebehandlung und spanende Bearbeitung werden bei Bedarf ergänzt; die genaue Reihenfolge legt der Fertigungsplan fest.


Toleranzen: Was leisten Schmieden und spanende Bearbeitung?


Eine Toleranz beschreibt die zulässige Maßabweichung. Eine Bearbeitungszugabe ist dagegen bewusst am Schmiedeteil belassener Werkstoff, der später abgetragen wird.


Die Schmiedeteilzeichnung kann daher von der Fertigteilzeichnung abweichen. Bei einem Flansch kann der Grundkörper im geschmiedeten Zustand bleiben, während die Anlagefläche auf das geforderte Maß, die Ebenheit und Rauheit bearbeitet wird.


Es gibt keinen einheitlichen Toleranzwert für alle Schmiedeteile. Erreichbare Toleranzen hängen von Werkstoff, Größe, Geometrie und Verfahren ab. Funktionsmaße und zu bearbeitende Flächen stimmen wir deshalb vor der Werkzeugherstellung ab.


Illustration eines abgestuften Schmiedeteils mit orange markierter Stirnfläche für die spanende Bearbeitung.

Generisches Schmiedeteil mit orange markierter Fläche für eine geplante spanende Bearbeitung. Die Illustration ist keine Fertigungszeichnung und zeigt kein Kundenbauteil.


Was kostet ein Satz Schmiede- und Abgratwerkzeuge?


Bei einem einfachen, technologisch wenig anspruchsvollen Schmiedeteil aus Stahl oder Aluminium mit etwa 1–2 kg Nettomasse liegen die Herstellungskosten eines Werkzeugsatzes nach unserer Erfahrung bei ungefähr 5.500–9.500 EUR.


Enthalten sind Schmiede- und Abgratwerkzeug. Der Betrag umfasst deren Herstellung, jedoch keine Konstruktion, Modellierung oder sonstigen Entwicklungsleistungen. Es handelt sich um Werkzeugkosten, nicht um den Stückpreis des Schmiedeteils.


Für solche Bauteile dienen folgende Standmengen des Schmiedewerkzeugs als Orientierung:


Werkstoff des Schmiedeteils

Ungefähre Standmenge

Stahl

Etwa 30.000 Stück

Aluminium

Etwa 60.000 Stück


Die tatsächliche Standmenge hängt von Legierung, Geometrie, geforderten Toleranzen, Belastung und Wartung ab. Diese Werte sind eine Kalkulationsgrundlage, keine Garantie für jedes Bauteil.


Häufige Fragen vor der Bestellung


Muss jedes Schmiedeteil spanend bearbeitet werden?


Nein. Eine weitere Bearbeitung ist dort nötig, wo die Maß- oder Oberflächenanforderungen über den vereinbarten Zustand nach Schmieden und Reinigen hinausgehen.


Bestimmt der Werkzeugpreis auch den Teilepreis?


Nein. Werkstoff, Materialverbrauch, Fertigungsaufwand, Losgröße und zusätzliche Verfahren beeinflussen ebenfalls den Teilepreis. Werkzeugkosten betrachten wir im Angebot deshalb separat.


Haben Sie eine Zeichnung für ein Stahl- oder Aluminiumschmiedeteil?


Senden Sie uns Zeichnung, Werkstoffbezeichnung und geplante Stückzahlen. Hilfreich sind außerdem ein 3D-Modell, gekennzeichnete kritische Toleranzen sowie Vorgaben zur Wärmebehandlung und zum Lieferzustand.


Auf dieser Grundlage prüft Extra Forge die Herstellbarkeit durch Schmieden, die erforderlichen Werkzeuge und die nachfolgenden Fertigungsschritte.






 
 
 

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EXTRA FORGE doo Perhavčeva Street 21, 2000 Maribor, Slovenia

386 (0)41 355 682

Die Investition wurde für eine Kofinanzierung im Rahmen der öffentlichen Ausschreibung „Förderung der digitalen Transformation von KMU (P4D 2025)“ ausgewählt. Die Operation wird teilweise von der Europäischen Union aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung sowie aus dem Haushalt der Republik Slowenien finanziert. Das Vorhaben heißt „Digitalisierung der Geschäfts- und Produktionsprozesse von Extra Forge d.o.o.“ und fokussiert Industrie 4.0, den Ausbau digitaler Kompetenzen der Mitarbeitenden, Cybersicherheit, Kundenerlebnis, Datenstrategie und digitale Geschäftsmodelle. Ziel ist die digitale Transformation von Extra Forge d.o.o. durch die Neugestaltung der Website, den Aufbau eines Kundenportals, den Ausbau der Serverinfrastruktur, eine Softwarelösung für Einkauf und Lagerverwaltung, Backup-Software, Software für digitale Arbeitsaufträge, QR-Scanner für Lager und Produktion, Sensoren zur Datenerfassung aus der Produktion, einen 3D-Scanner für die Qualitätskontrolle, den Ausbau digitaler Kompetenzen der Mitarbeitenden und die Verbesserung der Cybersicherheit. Durch das Projekt optimiert Extra Forge d.o.o. seine Geschäfts- und Produktionsprozesse, steigert die Wertschöpfung pro Mitarbeitenden und stärkt seine Wettbewerbsfähigkeit. Die Projektlaufzeit ist vom 01. April 2025 bis 20. Februar 2026. Der Gesamtwert des Projekts beträgt EUR 210.460,82. Die EU-Kofinanzierung beträgt EUR 100.000,00. Die Investition wird von der Republik Slowenien und der Europäischen Union kofinanziert. https://evropskasredstva.si/

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Im Rahmen der Ausschreibung P2 erhielt das Unternehmen Fördermittel in Höhe von EUR 54.000,00 zur Umsetzung eines Projekts zur Entwicklung einer innovativen Dienstleistung: Hybrid-Tiefhohl-Schmieden (Klein- bis Mittelserien) von Stahl- und Aluminiumbauteilen. Damit wurde die Einführung des innovativen Unternehmens Extra Forge d.o.o. unterstützt. Im Projekt wurden die ersten Werkzeuge für Kunden gefertigt und die ersten Schmiedeteile an Kunden im Ausland geliefert. Während der Projektlaufzeit erhöhte das Unternehmen die Mitarbeiterzahl mithilfe von EU- und slowenischen Fördermitteln von 1 auf 13. Die Mittel wurden vor allem für die Entwicklung einer funktionsfähigen Lösung durch Forschung und Entwicklung sowie für den Start der Kommerzialisierung eingesetzt. Die Investition wird von der Republik Slowenien und der Europäischen Union aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung kofinanziert. https://www.eu-skladi.si/

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